Ausstattung und Fakten

Als Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie im Chirurgischen Zentrum verfügen wir über 70 Betten auf vier Stationen einschließlich einer Kurzliegerstation. Diese Klinik leitet gleichzeitig die Operative Intensivstation mit 15 Betten.

Jährlich werden über 2.000 Patienten stationär behandelt. Im Jahr werden 3.200 operative Eingriffe durchgeführt, davon ca. 700 ambulant.

Für eine optimale Versorgung der Patienten stehen neben dem Chefarzt fünf Oberärzte und 13 Assistenzärzte sowie über 50 Pflegekräfte zur Verfügung. Die Klinik besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung für die Viszeralchirurgie.

Von den vorhandenen elf Operationssälen nutzt unsere Klinik täglich mindestens zwei Säle, die nach dem modernsten Stand der Technik ausgerüstet sind.

Ein sprach- und computergesteuerter Operationssaal speziell für die endoskopische Operationstechnik (= minimal-invasiv) gehört zu den modernsten in Europa.

Neben der chirurgischen Erfahrung trägt die kompromisslose moderne apparative Ausstattung zur Sicherung blut- und zeitsparender Operationen bei. Hierzu gehört der Einsatz von Ultraschall-messer, LigaSure und Argon-Beamer. Dadurch können auch große chirurgische Eingriffe heute regelmäßig ohne oder mit weitaus weniger Blutkonserven durchgeführt werden. Ein sogenannter Cell-Saver kommt bei schweren, z. B. unfallbedingten Blutungen zum Einsatz. Hiermit kann das Blut als Eigenblut aufgearbeitet und dem Patienten noch während der Operation zurückgegeben werden.

In der Schilddrüsen-Chirurgie kann durch eine kontinuierliche intraoperative Überwachung (sogenanntes Neuromonitoring) der Stimmbandnerven eine hohe Sicherheit geboten werden. Eine Schnellschnittuntersuchung im Hause während der Operation kann in vielen Fällen eine Zweitoperation vermeiden. Jährlich werden ca. 150 Schilddrüsenoperationen durchgeführt.

In unserem Ambulanten Operationszentrum bieten wir die Möglichkeit, eine Vielzahl kleinerer Eingriffe ambulant durchführen zu lassen.

Die hohe Operationsfrequenz ist zum einen Ausdruck des breiten Behandlungsspektrums und zum anderen auch Ausdruck der routinemäßigen Durchführung hochspezialisierter Eingriffe. Hierzu gehören komplexe Operationsverfahren unter Einbeziehung mehrerer Organe, sogenannte Multiviszeraleingriffe, oder operativ aufwändige Resektionen bei Wiederholungseingriffen.

Seit 2010 sind wir zertifiziertes Darmkrebszentrum und kooperieren eng mit der Klinik für Strahlentherapie, der onkologischen Schwerpunktpraxis Goldmann/Heinkele und der medizinischen Klinik zur optimalen Betreuung der an Darmkrebs erkrankten Patienten. Die Klinik gehört dem Tumorzentrum Nord-Ost-Niedersachsen an und kooperiert sektorübergreifend mit der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie unter Leitung von Professor Torsten Kucharzik.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen neben der Behandlung von Dick- und Mastdarmkrebs in der Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).

Die Klinik verfügt über eine langjährige Erfahrung in der operativen Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sowie der Speiseröhre. Ebenfalls besteht in unserer Klinik eine langjährige Erfahrung mit neoadjuvanten Therapiekonzepten bei Ösophagus-, Magen- und Rektum-Karzinomen.

Alle Patienten, bei denen Eingriffe wegen einer bösartigen Erkrankung notwendig oder bereits durchgeführt worden sind, werden in einer wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt und besprochen. Dabei legen wir mit den beteiligten Kollegen und Experten der anderen Kliniken das weitere therapeutische Vorgehen fest.

So fließt das Fachwissen aller Disziplinen, die sich mit bösartigen Erkrankungen beschäftigen, in die Entscheidung ein, wie die Behandlung festgelegt wird.

Sicherheit, Kompetenz und Menschlichkeit, verbunden mit der Erfahrung vieler Jahre praktischer Berufserfahrung, stellen auch bei komplizierten Krankheitsbildern eine umfassende optimale Behandlung sicher, wie die Anzahl der Patienten auch aus dem überregionalen Raum zeigt.