Darmkrebszentrum

Darmkrebs ist ein Sammelbegriff für bösartige Tumoren des Dick-, Mast- und Dünndarmes. Letztere Erkrankung ist sehr selten.

Jedes Jahr erkranken etwa 73.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs, es ist somit nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung. In Industrieländern tritt der Darmkrebs häufig auf, das lässt darauf schließen, dass neben Umwelt- vor allem Ernährungsfaktoren eine wesentliche Rolle spielen. Fleisch- und fettreiche Ernährung, Cadmium und Nitrosamine in Lebensmitteln, beim Räuchern und Grillen entstehende Benzpyrene können auslösende Faktoren sein ebenso wie der hohe Eisengehalt in rotem Fleisch.

Vorbeugend gilt eine vitaminreiche, gemischte Kost mit hohem Anteil an Gemüse, Obst, Fisch und Vollkornprodukten.

Etwa 10 Prozent der Erkrankungen gehen auf Veränderungen des Erbgutes zurück. Auch auf dem Boden von entzündlichen Darmerkrankungen kann sich ein Darmkrebs entwickeln.

Bei  frühzeitiger Behandlung ist die Überlebensrate deutlich erhöht, deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen von herausragender Bedeutung. Jedem gesetzlich Versicherten steht in Deutschland ab dem 56. Lebensjahr eine Darmspiegelung zu, die nächste dann nach 10 Jahren, sofern nicht bei der ersten bereits Vorstufen des Darmkrebses, die sogenannten Polypen entdeckt und abgetragen wurden. Ferner gibt es die Untersuchung des Stuhles auf verborgene Blutspuren, die ab dem 50. Lebensjahr jährlich durchgeführt werden sollten.

Das Darmkrebszentrum Lüneburg ist ein Zusammenschluss der Kliniken im Städtischen Klinikum Lüneburg mit niedergelassenen Kollegen und weiteren Kooperationspartnern.

Das Darmkrebszentrum Lüneburg ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der deutschen DKG-zertifizierten Darmkrebszentren addz.