Palliativstation
Was ist Palliativmedizin?
Das Wort leitet sich vom lateinischen Begriff „pallium“= Mantel ab. Palliativmedizin bezeichnet eine aktive, ganzheitliche Behandlung und Betreuung von unheilbar erkrankten Menschen und deren Angehörigen. Sie bejaht das Leben.
Im Vordergrund stehen die Lebensqualität und die Selbstbestimmung der Erkrankten unter Berücksichtigung der individuellen Ziele, Wünsche und Vorstellungen.
Der Palliativbereich
Seit August 2004 gibt es im Städtischen Klinikum Lüneburg auf der Station C.1 Palliativzimmer. Es stehen fünf wohnlich eingerichtete Einzelzimmer mit behindertengerechten Bädern und Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige zur Verfügung. In einer separaten Küche können Wunschspeisen von den Angehörigen zubereitet werden. Die ebenerdige Lage am Ende der Station ermöglicht die Nutzung einer kleinen Außenfläche „im Grünen“.
Das Team
Viele Schwerstkranke leiden im fortgeschrittenen Krankheitsstadium unter Schmerzen, Übelkeit, Schwäche und anderen Symptomen - die Beschwerden sind häufig so belastend, dass das Leben unerträglich scheint. Speziell geschulte Pflegekräfte und Ärzte arbeiten eng mit Physiotherapeuten, Seelsorgern, Psychotherapeuten, Sozialarbeitern und ehrenamtlichen Hospizhelfern in einem Team zusammen, um sowohl die körperlichen als auch psychischen Probleme so zu lindern, dass das Dasein nicht nur auf das Leiden beschränkt ist.
Wenn möglich, ist die Entlassung in die häusliche Umgebung unter Einbindung von Hausarzt, Angehörigen und ambulanten Pflegediensten das Ziel. Hierbei ist eine Unterstüzung durch eine „Überleitungskraft“ und ehrenamtliche Hospizhelfer möglich.
Die Finanzierung
Die Versorgung in diesen Zimmern wird über das Städtische Klinikum abgerechnet. Der Umbau, die Ausstattung und die Schulung der Pflegekräfte wurde überwiegend vom Freundeskreis Hospiz Lüneburg e.V. finanziert. Dieser engagiert sich auch weiterhin im Palliativbereich.
Jeder Unterstützung ist willkommen, sei es durch eine Mitgliedschaft im Freundeskreis Hospiz Lüneburg e.V., oder auch durch eine Spende.
Die Aufnahme erfolgt unabhängig von Weltanschauung, Religionszugehörigkeit und finanzieller Situation.





