Multimodales Konzept

Ein wichtiger Baustein der Adipositasbehandlung ist das sogenannte Multimodale Konzept (MMK). Es kombiniert eine gezielte Ernährungstherapie, mehr Bewegung und eine Verhaltenstherapie. Hierbei orientieren wir uns an den „S-3-Leitlinien zur Prävention und Therapie bei Adipositas“, die federführend durch die Deutsche Adipositasgesellschaft e. V. mit weiteren Fachgesellschaften erstellt wurden. Diese drei Komponenten zusammen können langfristig zum gewünschten Erfolg führen.

Entscheiden Sie sich darüber hinaus für einen adipositaschirurgischen Eingriff, der von der Krankenkasse übernommen werden soll, müssen Sie das Multimodale Konzept über mindestens sechs Monate durchlaufen.

Ernährungstherapie

Sie erhalten Informationen zur Umstellung Ihrer Ernährung von einem Ernährungs- mediziner, Diätassistenten oder Oecotrophologen. Dies geschieht meist in Einzel- beratungen, zusätzlich in Gruppenstunden zu speziellen Themen. Eigenständige Diät-Versuche können für das Multimodale Konzept nicht berücksichtigt werden.

Bewegungstherapie

Sport und Bewegung sind die zweite Säule des Konzepts. Generell ist die Bewe- gungstherapie darauf ausgerichtet, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren und leichte Sportarten wahrzunehmen. Mindestens 120 Minuten pro Woche bewegen Sie sich so aktiv, beispielsweise bei Nordic Walking, Reha-Sport, Hockergymnastik, Aquafitness oder Muskelaufbautraining.

Verhaltenstherapie

Oftmals gibt es verschiedene Auslöser, die zum Essen verleiten, z. B. Frust, Stress, Langeweile, aber auch psychische Belastungen. Das Ziel der Verhaltens- therapie ist es, die Ursachen für das Verhalten zu ergründen (Warum esse ich bei Stress?) und das (Ess-)Verhalten zu ändern (Was kann ich stattdessen tun?).
Im besten Fall greift die Verhaltenstherapie unmittelbar in das Erlernte aus der Ernährungstherapie und bildet einen Grundstein für das Leben nach der Gewichtsreduktion.