Funktionsdiagnostik Gastroenterologie

Die gastroenterologische Funktionsdiagnostik verfügt über ein umfangreiches Repertoire zur Untersuchung von Verdauungs- und Stoffwechselvorgängen überwiegend des Magen- und Darmtraktes als mögliche Ursache von Funktionsstörungen. Damit werden insbesondere Beschwerden wie Sodbrennen, z. T. chronischer Reizhusten und sonst nicht erklärbare Asthma-Anfälle, anhaltende Bauchsymptome wie Blähungen (Meteorismus), Übelkeit, Durchfälle (Diarrhoe), abgehende Winde (Flatulenzen), Bauchschmerzen sowie Schluckstörungen (Dysphagie) und Stuhlinkontinenz hinsichtlich ihrer Ursache abgeklärt. Sie ergänzen endoskopische und feingewebliche (histologische) Untersuchungen von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm.

Zum Beispiel kann anhand einfacher Atemtests geklärt werden, ob eine von verschiedenen möglichen Zucker-Unverträglichkeiten (Kohlenhydrat-Malabsorptions-Syndrom) wie Laktose, Fruktose oder Sorbit als Ursache von Bauchbeschwerden vorliegt. Es kann auf dieselbe einfache Weise untersucht werden, ob eine allgemeine Absorptionsstörung des Dünndarms (Xylose), eine verzögerte Nahrungspassage durch Magen und Dünndarm (Laktulose-Atemtest) oder eine sog. bakterielle Fehlbesiedlung (es befinden sich unphysiologischer- weise Bakterien im eigentlich sterilen Dünndarm) vorliegen.
Ebenfalls durch einen Atemtest ist feststellbar, ob eine bakterielle Besiedlung der Magen- und Zwölffingerdarm-Schleimhaut mit dem Keim Helicobacter pylori besteht, die unter bestimmten Rahmenbedingungen antibiotisch behandelt werden muss.

Nach Terminvereinbarung können auf Überweisung oder nachstationär folgende Untersuchungen ambulant durchgeführt werden: