Videokapselendoskopie (VKE)

Dabei wird eine Einheit aus Lichtquelle, Videokamera und Sender in Form und Größe einer Medikamentenkapsel mit einem Schluck Wasser verschluckt. Zuvor werden 8 flache Antennen in einer bestimmten Anordnung auf den Bauch geklebt, wie es den meisten Patienten von einem Langzeit-EKG bekannt ist.

Die Kamera sendet über 10 bis 12 Stunden kontinuierlich hochauflösende Fotografien vom Magen-Darm-Trakt an einen tragbaren Rekorder, die nach der Rückgabe des Gerätes als digitaler Videofilm an einem Computer ausgewertet werden können. Bei der Kapsel handelt es sich um einen teuren Einmalartikel, der nach der natürlichen Ausscheidung in den Tagen nach der Untersuchung in den Müll geworfen wird. Denn die Batteriekapazität ist dann erschöpft.

Dieses Verfahren dient bislang ausschließlich zur Beurteilung der Dünndarmschleimhaut, insbesondere bei dem Verdacht auf eine dort lokalisierte Blutung. Es stellt keinen Ersatz für eine Krebsvorsorge-Koloskopie (Darmspiegelung) oder Magenspiegelung dar.

zurück...