Die internistische Notaufnahme

Notfallmäßig eintreffende Patienten mit akuten Erkrankungen untersuchen und behandeln wir in der Regel zunächst in unserer internistischen Notaufnahme. Sie bildet eine räumliche Einheit mit der neurologischen Notaufnahme, was eine enge Zusammenarbeit der diensthabenden Ärzte beider Abteilungen zum Vorteil der Patienten maßgeblich fördert.

Nicht selten können Patienten nach den erforderlichen Untersuchungen ambulant bleiben, das Krankenhaus also mit einer Diagnose und entsprechend eingeleiteter Therapie wieder verlassen. Auch geplante Aufnahmen oder Einlieferungen erfolgen überwiegend über die Notaufnahme, damit ein Fach- oder Oberarzt bereits entscheidende Belange regeln kann, bevor die Patienten auf eine der internistischen Stationen aufgenommen werden.

Die Notaufnahme ist damit eine wichtige Schaltstelle des Medizinischen Zentrums, in der zahlreiche Entscheidungen gefällt werden und in der eine deutlich steigende Zahl von Kranken behandelt wird. In einem Erstkontakt durch speziell geschultes Pflegepersonal wird die Behandlungsdringlichkeit nach einem international anerkannten System eingeschätzt (Manchester Triage System) und notwendigenfalls eine umgehende Behandlung eingeleitet.

Die kompetente Erstversorgung aller akut bedrohlichen Krankheitszustände, wie Schmerzen hinter dem Brustbein, Atemnot, Bauchschmerzen, Bewusstseins-störungen, Lähmungen, Blutungen u. v. m. wird von einem speziell geschulten und erfahrenen Team aus Ärzten und Pflegekräften geleistet, die im Schichtdienst die Notaufnahme rund um die Uhr souverän besetzen. Sie schaffen es, trotz fehlender Planbarkeit, bei vielen Notfällen auf allen Teilgebieten der Inneren Medizin den Überblick zu behalten und den Patienten die erforderlichen Untersuchungen sowie Behandlungen zuteilwerden zu lassen.

Im Bedarfsfall kann darüber hinaus bei komplexen Problemlösungen jederzeit auf die enge Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken und Instituten des Klinikums (Chirurgie, Gynäkologie, Urologie, Strahlentherapie, Anästhesiologie, Neurologie, Kinderklinik) oder den kooperierenden Praxen (Dialyse, HNO, Augen, Derma-tologie, Zahn-Mund-Kieferchirurgie) zurückgegriffen werden.

Ständig verfügbare Diagnostika der Notaufnahme sind u. a. das EKG, Ultraschall- untersuchungen, zahlreiche Blutwertebestimmungen im Labor, EEG und endosko- pische Verfahren sowie verschiedene Röntgenuntersuchungen einschließlich hochauflösender Computertomographie.