Intensivmedizin / Operative Intensivstation B.2

Die Klinik für Anästhesiologie leitet die Operative Intensivstation B.2.
Mit insgesamt 12 Intensivbetten steht sie vornehmlich für die Behandlung, Pflege und Überwachung von Patienten zur Verfügung, die nach einer großen Operation zunächst auf der Intensivstation verbleiben müssen, damit die weitere intensive Überwachung, Betreuung und Therapie gewährleistet ist. Unabhängig von der Art der Operation machen aber auch einige andere Faktoren unter Umständen eine intensivmedizinische Überwachung und Behandlung notwendig, wie zum Beispiel ein hohes Lebensalter, gravierende Vorerkrankungen am zentralen Nervensystem, an Herz, Lunge, Leber oder Nieren. Auch akut während einer Operation auftretende Ereignisse, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, schwere Kreislaufprobleme oder Störungen der Lungenfunktion, können eine intensivmedizinische Überwachung oder Behandlung erfordern.

Patienten nach schweren Unfällen (Polytrauma) oder mit Hirnblutungen werden ebenfalls auf der Operativen Intensivstation mit allen Möglichkeiten der modernen Intensivmedizin von entsprechend ausgebildetem und qualifiziertem Fachpersonal behandelt.

Jedes Jahr werden etwa 1.000 Patienten auf der Operativen Intensivstation überwacht und behandelt. Die apparative Ausstattung entspricht modernsten Anforderungen. An jedem Bettenplatz finden sich Überwachungs- einheiten (Monitore), mit deren Hilfe die Herzfrequenz, arterielle und venöse Blutdrucke, die Sauerstoffsättigung im Blut und die Temperatur ermittelt werden können.
Infusions- und Spritzenpumpen dienen der kontinuierlichen Gabe von Infusionslösungen oder Medikamenten.
Viele Intensivpatienten benötigen eine Unterstützung ihrer Atmung und sind daher an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Darüber hinaus werden alle aktuellen Verfahren zur Herz-Kreislauf-Überwachung (PICCO, PULSIOFLEX, Vigileo), für Nierenersatz- verfahren (CVVH, Dialyse) und zur Beatmungstherapie (invasive und nicht-invasive Beatmung, Masken-CPAP, Lagerungstherapie, dilatative Tracheotomie, Bett-seitige Endoskopie) eingesetzt. Dieses hochtechnisierte Umfeld mit seinen Überwachungs- und Messsystemen erleichtert dem ärztlichen und pflegerischen Personal der Intensivstation wesentliche Arbeitsabläufe. Selbstverständlich werden alle Patienten während ihres Intensivaufenthaltes mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt. Eine ständige Überwachung der Körperfunktionen sowie bestimmter Laborparameter ermöglicht eine dem Bedarf angepasste und patientengerechte Ernährung zu jedem Zeitpunkt.

Daneben spielt auch die Schmerztherapie bei Intensivpatienten eine herausragende Rolle. Nach großen Eingriffen am Brustkorb, an der Lunge oder im Bauchraum werden unsere Patienten wann immer möglich über einen rückenmarksnahen Schmerz-Katheter kontinuierlich schmerzfrei gehalten. Weiterhin erhalten Patienten, deren Gesundheitszustand sehr kritisch ist oder die über mehrere Tage und Wochen auf der Intensivstation gepflegt und therapiert werden müssen, Medikamente zur Beruhigung bzw. Angstminderung (sogenannte Sedativa). Mit dieser Kombination erreichen wir, dass unsere Patienten schmerzfrei, angstfrei und in einem ruhigen Zustand die Maßnahmen, wie zum Beispiel eine maschinelle Atemunterstützung oder Beatmung, gut tolerieren.

Trotz aller Technik ist die klinische Beurteilung und Bewertung der erhobenen Befunde nach wie vor die wichtigste Aufgabe des Teams auf der Intensivstation, das aus speziell intensivmedizinisch ausgebildeten Ärzten und Fachpflegekräften besteht. Unterstützung erhalten wir durch Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden und andere Fachdisziplinen.

Die Intensivstation ist rund um die Uhr mit einem erfahrenen Arzt und Fachpflegepersonal besetzt. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.