Besondere Informationen für Angehörige

Besuche und Auskünfte

Auf einer Intensivstation wird eine sehr intensive und zeitaufwändige Pflege betrieben und oft sind diagnostische Maßnahmen wie z. B. Röntgenuntersuchungen außerhalb der Station nötig. Wir bemühen uns, diese Maßnahmen auf den Vormittag zu konzentrieren, damit Sie als Angehörige am Nachmittag die Gelegenheit zu ungestörten Besuchen haben.

Unsere Besuchszeit ist täglich von 16 bis 17.30 Uhr.

Selbstverständlich können Sie in Absprache mit uns auch zu jeder anderen Zeit auf die Station kom- men, wenn es Ihnen zu diesem Zeitpunkt aus persönlichen Gründen nicht möglich ist oder die Situation für Sie oder den Patienten besonders kritisch oder belastend ist. Wir bitten Sie aber gerade bei Besuchen außerhalb der Besuchszeiten Verständnis dafür zu haben, wenn wir Sie zeitweise aus dem Zimmer hinaus bitten müssen. Idealerweise sprechen Sie bitte Besuche außerhalb der Besuchszeit mit der zuständigen Pflegekraft ab.

Wir verstehen, dass Sie das Bedürfnis haben, über den Krankheitsverlauf Ihrer Angehörigen aufgeklärt zu werden. Dem kommen wir immer gerne nach, können aber nur direkte Angehörige in diese Gespräche mit einbeziehen. Um den Kontakt zu Ihnen zu vereinfachen, empfehlen wir, dass Sie ein Familienmitglied bestimmen, das den Kontakt zu uns hält und die Gespräche führt. Telefonische Auskünfte sind zuweilen nicht möglich, vor allem, wenn wir Sie noch nicht persönlich kennengelernt haben. Wenn Sie am Morgen telefonische Auskünfte wünschen, bitten wir Sie erst nach 9 Uhr anzurufen. Bitte haben Sie auch Verständnis, wenn eine Auskunft nicht zu jedem Zeitpunkt sofort erfolgen kann, für ein ausführliches Gespräch sollten Sie einen Termin mit dem verantwortlichen Oberarzt vereinbaren.

Maßnahmen, Eingriffe und Betreuung

Häufig müssen kritisch kranke Patienten Schlafmittel erhalten und sind deswegen oder aus krankheitsbedingten Gründen nicht bei Bewusstsein. In dieser Situation können wir für medizinische Maßnahmen oder Eingriffe nicht das Einverständnis des Patienten einholen. Handelt es sich um Maßnahmen, die aus medizinischen Gründen keine Verzögerung zulassen, ist das Einverständnis nicht nötig und wir handeln nach dem mutmaßlichen Willen des Patienten.

Es gibt allerdings auch Eingriffe, wie z. B. die Durchführung eines Luftröhrenschnittes oder die Anlage einer dauerhaften Ernährungssonde, die für einige Tage aufschiebbar sind. In einem solchen Fall wenden wir uns an das zuständige Vormundschaftsgericht und bitten darum, ein Betreuungsverhältnis einzurichten. Es kann dann sein, dass enge Angehörige gebeten werden, diese Betreuung zu übernehmen. Einige Menschen haben eine sogenannte Vorsorgevollmacht ausgefüllt, in der sie festlegen, wer diese Funktion im Falle schwerer Erkrankung übernehmen soll.

Sollten Sie von Ihrem Angehörigen eine solche Verfügung vorliegen haben, bitten wir Sie dringend, uns diese vorzulegen. Das gleiche gilt, wenn der Patient ein Patiententestament ausgefüllt hat. Diese Unterlagen können uns helfen, in kritischen Situationen den Willen des Patienten umzusetzen.