Narkosen bei Kindern

Säuglinge, Klein- und Schulkinder müssen sich manchmal Operationen und Untersuchungen in Narkose unterziehen:

  • kleine, planbare Routine-Eingriffe (z. B. Leistenbruch- oder Mandeloperationen)
  • Notfalloperationen (z. B. Armbruch, Blinddarmoperation)
  • therapeutische und diagnostische Maßnahmen (z. B. Kernspin- oder Computertomographie)

Speziell ausgebildete und erfahrene Kinderanästhesisten führen im Klinikum Lüneburg täglich diese Kindernarkosen durch.

Wann immer möglich, müssen auch bei Kindern dem Alter angepasste Nüchternzeiten vor Durchführung einer Narkose eingehalten werden:

  • Säugling: bis vier Stunden vor Narkosebeginn Stillen/Flaschennahrung
  • Kleinkinder: bis zwei Stunden vor Narkosebeginn klare Flüssigkeit

Genaue Informationen erhalten Sie vom Anästhesisten im vorbereitenden Prämedikationsgespräch.

Keine Angst vor der Narkose!

Je entspannter und offener Eltern mit ihren Kindern das Thema Operation und Narkose angehen, desto ruhiger sind auch die kleinen Patienten. Deshalb nehmen wir uns auch gerade bei der Beratung genügend Zeit für Kind und Eltern.

Am Operationstag selbst sollen Eltern und Kind möglichst lange zusammenbleiben. Die Übergabe des Kindes von den Eltern an das Narkoseteam erfolgt erst, wenn es sich in einem angstfreien, sogenannten „sedierten“ Zustand befindet. Wir geben dazu einen besonderen Saft oder ein Zäpfchen: Das Kind wird ruhiger und schläfriger.

Vor Beginn der Narkose und Operation bekommt das Kind ein spezielles „Zauber“-Pflaster auf Handrücken oder Ellenbeuge geklebt, das die Haut örtlich betäubt. So kann eine Tropfinfusion angelegt werden ohne dass das Kind Schmerzen verspürt.

Alle Narkosemedikamente werden über diesen Tropf gegeben, und es folgt ein schnelles Einschlafen. Verschiedene Monitore für Herz, Kreislauf und Atmung helfen, das Kind lückenlos bis zum vollständigen Erwachen nach Ende der Operation zu überwachen. Sofort danach, wenn Ihr Kind im Aufwachraum gerade richtig wach wird, sind die Eltern schon wieder an seiner Seite.