Palliativmedizin

Was ist Palliativmedizin?

Das Wort leitet sich vom lateinischen Begriff „pallium“= Mantel ab und steht im übertragenen Sinne für „umhüllen/umsorgen“. Palliativmedizin bezeichnet eine aktive, ganzheitliche Behandlung und Betreuung von unheilbar erkrankten Menschen und deren Angehörigen. Sie bejaht das Leben. Im Vordergrund stehen Lebensqualität und Selbstbestimmung der Erkrankten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Ziele, Wünsche und Vorstellungen.Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Angestrebt wird, mit einem ganzheitlichen Behandlungsansatz eine Linderung der belastenden Symptome und somit eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. Weder Lebensverkürzung noch Lebensverlängerung um jeden Preis sind Ziele einer palliativmedizinischen Behandlung.

Die Palliativstation

Seit August 2004 gibt es im Klinikum Lüneburg auf der Station C.1 Palliativzimmer. Am 16. September 2013 wurde die jetzige Palliativstation von der Niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge feierlich eröffnet. Es stehen acht wohnlich eingerichtete Einzelzimmer mit barrierefreien Bädern und Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige zur Verfügung. In einer separaten Küche können Wunschspeisen von den Angehörigen zubereitet werden. Die ebenerdige Lage am Ende der Station ermöglicht die Nutzung einer kleinen Außenfläche „im Grünen“.

Das Team

Viele Schwerstkranke leiden im fort- geschrittenen Krankheitsstadium unter Schmerzen, Übelkeit, Schwäche und anderen Symptomen - die Beschwerden sind häufig so belastend, dass das Leben unerträglich scheint. Speziell geschulte Pflegekräfte und Ärzte arbeiten eng mit Physiotherapeuten, Seelsorgern, Psychotherapeuten, Sozialarbeitern und ehrenamtlichen Hospizhelfern in einem Team zusammen, um sowohl die körperlichen als auch psychischen Probleme so zu lindern, dass das Dasein nicht nur auf das Leiden beschränkt ist.

Wenn möglich, ist die Entlassung in die häusliche Umgebung unter Einbindung von Hausarzt, Angehörigen und ambulanten Pflegediensten das Ziel. Hierbei ist eine Unterstüzung durch eine „Überleitungskraft“ und ehrenamtliche Hospizhelfer möglich.

Die Finanzierung

Die Versorgung in den Zimmern der Palliativstation wird über das Klinikum Lüneburg abgerechnet. Der Umbau, die Ausstattung und die Schulung der Pflegekräfte wurde überwiegend vom Freundeskreis Hospiz Lüneburg e.V. finanziert. Dieser engagiert sich auch weiterhin im Palliativbereich.

Jeder Unterstützung ist willkommen, sei es durch eine Mitgliedschaft im Freundeskreis Hospiz Lüneburg e. V., oder auch durch eine Spende.

Die Aufnahme erfolgt unabhängig von Weltanschauung, Religionszugehörigkeit und finanzieller Situation.