Studien

Das Darmkrebszentrum Lüneburg beteiligt sich auch an Studien zur weiteren Therapieverbesserung:

Studie „Psychoonkologie“

Verbesserung der Erkennung psychosozialen Unterstützungsbedarfs und Therapie behandlungsbedürftiger psychischer Störung bei Krebskranken.

Die Diagnose Krebs kann sowohl für den betroffenen Patienten sowie für die gesamte Familie in vielerlei Hinsicht eine Belastung sein. Daher ist eine unterstützende psychoonkologische Beratung und Betreuung von betroffenen Patienten und ihren Angehörigen ein fester Bestandteil der Versorgung.

Im Rahmen eines Versorgungsforschungsprojektes im Rahmen des Nationalen Krebsplans, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren soll ein einseitiger Fragebogen (FBK-R10) von Patienten mit hämatologischen und soliden Tumoren während unterschiedlicher Behandlungsphasen beantwortet werden. Zusätzlich sollen die angenommenen Hilfsangebote ausgewertet werden.

RELY-Studie

Multizentrische Studie zur Evaluation der lebernahen Lymphknoten im Rahmen von Resektionen colorektaler Lebermetastasen

Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Resektion von Lebermetas- tasen die Prognose von Patienten mit Dickdarmkrebs verbessern oder die Erkrankung sogar heilen kann. Dafür ist eine radikale Entfernung von Tumorgewebe aus dem Körper notwendig. Neben der Leber stellen auch Lymphknoten bevorzugte Metastasierungsstationen von Dickdarmtumoren dar. Um zu überprüfen, ob eine Entfernung der lebernahen Lymphknoten sinnvoll ist, auch wenn diese während der Operation unauffällig erscheinen, wurde durch die Universität Dresden eine multizentrische, randomisierte Studie initiiert („RELY“).

Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen ob die standardmäßige Entfernung lebernaher Lymphknoten das Wiederauftreten des Tumors nach Resektion von Lebermetastasen verzögern bzw. verhindern kann. Es werden hierzu zwei Operationsverfahren verglichen. Bei der herkömmlichen Methode wird die Leberresektion ohne zusätzliche Entfernung klinisch unauffälliger, lebernaher Lymphknoten durchgeführt. Bei dem im Rahmen der Studie zu untersuchenden Verfahren entfernt man die lokalen Lymphknoten der Leber ebenfalls.

Neben der zufälligen Einteilung für eines der möglichen OP-Verfahren (Randomisation) am OP-Tage wird die Studie durch umfangreiche klinische sowie laborchemische Untersuchungen begleitet, zudem ist eine regelmäßige Befunderhebung über insgesamt 2 Jahre nach dem Eingriff vorgesehen.