Alzheimer: Neue Möglichkeiten durch Infusionstherapien

27. Januar 2026, 19:00 bis 20:00 Uhr

Präsenzveranstaltung im Hörsaal des Klinikums und Online-Vortrag


Referentin:

  • Chefärztin Prof. Dr. med. Waltraud Pfeilschifter
    Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

Bitte melden Sie sich über diesen Link zur digitalen Teilnahme am Gesundheitsforum an.
Sie erhalten dann per E-Mail die Zugangsdaten.


Bisher gab es keine medikamentöse Therapie, die eine Alzheimer-Erkrankung aufhalten kann. Das hat sich Ende 2025 geändert: Jetzt steht eine Infusionstherapie zur Verfügung, die das Voranschreiten der Erkrankung im frühen Stadium verlangsamen kann. Aber für welche Alzheimer-Patienten kommt diese Therapie infrage? Und welche anderen Möglichkeiten gibt es, um trotz einer Alzheimer-Erkrankung möglichst lange fit und selbstständig zu bleiben? Um diese und weitere Fragen geht es in diesem Gesundheitsforum, das in Kooperation mit der Landeszeitung stattfinden wird. 

Demenzerkrankungen im höheren Lebensalter sind gefürchtet, weil sie die Betroffenen zunehmend in ihrer Selbstständigkeit und Autonomie einschränken. Auch den An- und Zugehörigen wird viel abverlangt, da sie die Alltagsorganisation und im Krankheitsverlauf auch die Betreuung und Pflege der Erkrankten übernehmen.

Die Demenz vom Alzheimer-Typ, bei der es zur Ablagerung von Amyloid-Plaques im Gehirn kommt, ist die häufigste demenzielle Erkrankung. In der Vergangenheit gab es keine medikamentöse Therapie, die sie aufhalten kann. Ende 2025 wurden die Anti-Amyloid-Antikörper als erste Medikamente zugelassen, die in den Krankheitsmechanismus eingreifen. Damit kann das Voranschreiten einer Alzheimer-Erkrankung im frühen Stadium moderat verlangsamt werden. Die Anwendung dieser Antikörper ist nur für das frühe Erkrankungsstadium zugelassen. Sie werden in zwei- bis vierwöchigen Abständen als Infusion verabreicht. Im ersten halben Jahr der Behandlung sind vier MRT-Kontrollen notwendig, also die bildgebende Untersuchung durch Magnetresonanztomographie. Die Jahres-Therapiekosten liegen zurzeit bei ca. 25.000 Euro.

„Ich werde diese neue Therapiemöglichkeit vorstellen und in meinem Vortrag unter anderem auch darauf eingehen, für wen die Therapie infrage kommt und ob sich Angehörige von Alzheimer-Erkrankten auch darauf untersuchen lassen sollten“, so Prof. Pfeilschifter.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, vor Ort oder im Chat Fragen zu stellen.

Technische Voraussetzungen für die digitale Teilnahme am Gesundheitsforum sind ein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone mit Internetzugang sowie Kopfhörer bzw. Lautsprecher.