Fortbildung: Organe spenden, Leben schenken

31.01.2018 - 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Hörsaal im Hauptgebäude A | Ebene G1

Veranstalter: Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, Zentrum für Herzrhythmusstörungen; Leitung: Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Weiß; Referenten: PD Dr. med. Ana Paula Barreiros, Geschäftsführende Ärztin DSO Mainz, und Dr. med. Helmut Kirschner, Koordinator Region Nord DSO Hamburg

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

in Deutschland hoffen mehr als 10.000 schwer kranke Menschen auf die Transplantation eines Organs. Für sie ist die Transplantation die einzige Möglichkeit, zu überleben oder die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Menschen bereit sind, ihre Organe nach dem Tod zu spenden.

Diesen Wunsch der Verstorbenen umzusetzen, ist gemeinsame Aufgabe der Krankenhäuser, der Transplantationszentren und der DSO. Sie nimmt die Meldungen möglicher Organspender entgegen, koordiniert die „Gemeinschaftsaufgabe Organspende“ und sorgt dafür, dass alle notwendigen medizinischen und organisatorischen Schritte vollzogen werden, damit Organe entnommen, an geeignete Patienten vermittelt und transplantiert werden können.

Gleichzeitig ist jedoch die Spendenbereitschaft der Bürger in Deutschland rückläufig, obwohl 85 % der Bürger die Organspende begrüßen. Aufgabe aller Beteiligten in Kliniken wie auch der DSO ist es, hier einen Meinungswechsel herbeizuführen und die Transplantationszahlen ansteigen zu lassen.

Daneben bestehen jedoch auch ethische Probleme, gerade in den letzten Jahren verstärkt im Sinne einer fraglichen „Verteilungsgerechtigkeit“, die verursacht worden ist durch Einflussnahme auf bestehende Verteilungskriterien für die Vergabe von Spenderorganen.

Im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung des Medizinischen Zentrums des Klinikums Lüneburg referieren PD Dr. Ana Paula Barreiros, Geschäftsführende Ärztin der DSO Mitte, und Dr. Helmut Kirschner, Ansprechpartner der DSO Nord, zwei ausgewiesene Experten zum Thema Organspende/Transplantation. Für offene Fragen hierzu und Diskussionen wird sicher ausreichend Zeit zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine interessante Fortbildung am 31. Januar 2018.

Ihr Prof. Dr. med. Christian Weiß

Ein Faltblatt mit weiteren Informationen zum Programm und zur Anmeldung können Sie hier herunterladen (643 KB).