Geriatrische Institutsambulanz (GIA)

Die Geriatrische Institutsambulanz ist eine ambulante Einrichtung. Sie ist für die Beurteilung akuter Beschwerden älterer Patienten gedacht, welche die Lebensqualität zunehmend einschränken und die Selbstständigkeit bedrohen.

Die Patienten werden in einem multimodalen Konzept, also von verschiedenen Berufsgruppen untersucht. Hierzu zählen Ärzte mit der Spezialisierung Geriatrie, Kollegen aus der Krankengymnastik, Ergotherapie und bei Bedarf Logopädie und Neuropsychologie. Von jeder Berufsgruppe erfolgt eine Beurteilung und Therapieempfehlung. Hieraus wird ein Behandlungsvorschlag erstellt, der mit dem behandelnden Hausarzt abgestimmt wird. So wollen wir versuchen, die Selbstständigkeit zu verbessern und zu stärken.

Geeignete Patienten für die geriatrische Institutsambulanz

  • Menschen mit höherem Lebensalter und
  • mindestens zwei der nachfolgenden Einschränkungen (bei Vorhandensein einer Pflegestufe eine der nachfolgenden Einschränkungen):
    • multifaktoriell bedingte Bewegungsstörung einschließlich Fallneigung und Altersschwindel
    • komplexe Beeinträchtigung kognitiver, emotionaler oder verhaltensbezogener Art (z. B. Verdacht auf dementielle Entwicklung, psychische Veränderungen)
    • Frailty-Syndrom (Kombination von unbeabsichtigtem Gewichtsverlust, körperlicher und/oder geistiger Erschöpfung, muskulärer Schwäche, verringerter Ganggeschwindigkeit und verminderter körperlicher Aktivität)
    • Dysphagie (Schluckstörung)
    • Inkontinenz
    • Therapierefraktäres chronisches Schmerzsyndrom

Wie können sich Patienten anmelden?

Für die Geriatrische Institutsambulanz benötigen Patienten eine Überweisung ihres behandelnden Hausarztes. Für den Termin sollten zwei bis drei Stunden eingeplant werden.

Nach der Anmeldung nimmt eine Arzthelferin die Patienten auf. Mitgebracht werden sollten die Überweisung, alte Arztbriefe und ein aktueller Medikamenten- plan. Danach folgt eine umfangreiche Beurteilung durch den geriatrischen Facharzt, Kolleginnen der Krankengymnastik und Ergotherapie. Bei der Frage nach Schluckstörungen werden zusätzlich Logopäden hinzugezogen. Bei der Frage einer dementiellen Entwicklung erfolgt eine neuropsychologische Mitbeurteilung. Diese ausführliche Diagnostik nimmt etwa zwei Stunden in Anspruch.
Angehörige sind herzlich eingeladen, zu diesem Termin mitzukommen
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Im Anschluss wird ein ausführlicher Bericht über die erhobenen Befunde inklusive eines Behandlungsvorschlags verfasst. Dieser kann u. a. Empfehlungen einer medikamentösen Therapie, weitere Diagnostik und ggf. Heil- und Hilfsmittel oder rehabilitative Maßnahmen enthalten. Selbstverständlich stimmt der Facharzt der Geriatrischen Institutsambluanz den Behandlungsplan mit dem behandelnden Hausarzt ab.

Bitte melden Sie sich über das Sekretariat von Prof. Dr. med. Christian Maaser für die Geriatrische Institutsambulanz an.