Schlaganfall – was sollte ich unbedingt wissen?

28.05.2019 - 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Hörsaal im Hauptgebäude A | Ebene G1

Referent: Oberarzt Dr. med. Christoffer Kraemer, Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

Jährlich erleiden ca. 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, der die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung oder Pflegebedürftigkeit ist. Zu 80 Prozent sind über 60-Jährige betroffen, generell kann ein Schlaganfall jedoch in jedem Alter auftreten.

Um Symptome und Ursachen, Handlungsempfehlungen beim Verdacht auf einen Schlaganfall sowie die neuesten Therapiemöglichkeiten und vorbeugende Maßnahmen geht es im nächsten Gesundheitsforum, das in Kooperation mit der Landeszeitung am Dienstag, 28. Mai 2019, um 19 Uhr im Hörsaal des Klinikums Lüneburg stattfinden wird. Referent ist Dr. med. Christoffer Kraemer, Ärztlicher Leiter der Schlaganfallstation und Oberarzt der Klinik für Neurologie und Neurophysiologie. Unter anderem wird er das Behandlungsverfahren der mechanischen Thrombektomie vorstellen, das am Klinikum Lüneburg rund um die Uhr angewandt werden kann.

Beim Schlaganfall kommt es durch ein Blutgerinnsel zu einer Mangeldurchblutung im Gehirn. Dabei werden Nervenzellen geschädigt, wodurch es zu neurologischen Ausfallerscheinungen kommt: Ein Schlaganfall tritt plötzlich auf und kann sich unter anderem durch Seh- und Sprachstörungen, Lähmungen oder Taubheitsgefühle sowie plötzlichen Schwindel mit oder ohne Gangunsicherheit bemerkbar machen. Die Symptome schmerzen in der Regel nicht und können sowohl einzeln als auch kombiniert auftreten.

Zur optimalen Rückbildung der Symptome ist eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Durchblutung des Gehirns erforderlich. Beim Verdacht auf einen Schlaganfall sollte deshalb unabhängig vom Schweregrad der Symptome über die Notrufnummer 112 der Rettungsdienst alarmiert werden, auch wenn die Beschwerden nur vorübergehend waren.

Betroffene werden dann schnellstmöglich in die spezialisierte Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) des Klinikums Lüneburg eingewiesen. Hier erfolgt die Behandlung durch ein spezialisiertes Team aus Ärzten, Fachkrankenschwestern, Physiotherapeuten, Ergo- und Sprachtherapeuten.

Neben der Akutbehandlung geht der Vortrag auch auf Maßnahmen zur Vorbeugung eines ersten oder eines erneuten Schlaganfalls ein. Im Anschluss besteht ausreichend Zeit für die Fragen der Zuhörer.