14.06.2018

Behandlung wiederkehrender Blasenentzündungen

Informationsveranstaltung im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche 2018

Anlässlich der diesjährigen „Welt-Kontinenz-Woche“ unter Schirmherrschaft der Deutschen Kontinenz Gesellschaft lädt das Klinikum Lüneburg zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Wiederkehrende Blasenentzündungen - immer eine Antibiose?“ ein. Sie findet am Mittwoch, 20. Juni 2018, von 17 bis 18 Uhr im Hörsaal des Klinikums, Bögelstraße 1, statt Die Referenten sind Oberarzt Dr. med. Björn Theodor Kaftan, Klinik für Urologie, sowie Oberarzt Rüdiger Martensen und Fachärztin Dr. med. Tina Priesack aus der Frauenklinik.

Von einer wiederkehrenden oder auch chronischen Blasenentzündung sprechen Mediziner, wenn bei einer Person innerhalb eines Jahres mehr als vier Harnwegsinfekte auftreten. Frauen sind davon deutlich häufiger betroffen als Männer. Da ihre Harnröhre kürzer ist, können Bakterien und andere Krankheitserreger schneller in die Blase gelangen und dort entzündliche Prozesse auslösen. Betroffene leiden unter häufigem Harndrang und können oft nur geringe Harnmengen unter Brennen oder krampfartigen Schmerzen ausscheiden. Bei schweren Harnwegsinfekten wird auch Blut im Urin sichtbar. Das Entzündungsgeschehen kann sich bis in die Nieren ausbreiten. In der Vergangenheit wurden Harnwegsinfekte in der Regel mit Antibiotika behandelt, was eine Zunahme resistenter Bakterien zur Folge hatte.

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung informieren die Referenten über Möglichkeiten zur Vorbeugung einer Blasenentzündung und beschreiben, welche Diagnostik sinnvoll und notwendig ist. Außerdem stellen sie die Inhalte der neuen Behandlungsleitlinie für Harnwegsinfektionen und Alternativen zur antibiotischen Therapie vor.

Die Veranstaltung richtet sich an betroffene Frauen und Männer sowie alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorträge besteht ausreichend Zeit für die Fragen der Zuhörer.