09.11.2018

Erweiterungsbau des Klinikums feierlich eröffnet

Schlüsselübergabe mit Sozialministerin Dr. Carola Reimann

Nach mehr als dreijähriger Bauzeit wurde der Erweiterungsbau des Klinikums Lüneburg heute feierlich eröffnet. In der neuen, lichtdurchfluteten Eingangshalle unterstrich die Niedersächsische Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann vor zahlreichen geladenen Gästen die besondere Rolle des Klinikums für die wohnortnahe und hoch qualifizierte Gesundheitsversorgung: Hier in Lüneburg erfolgt die Versorgung der Patientinnen und Patienten nach nationalen und internationalen Leitlinien und Standards mit hoher Qualität und hohen Fallzahlen. Das erfordert nicht nur medizinische Versorgung auf hohem Niveau, sondern auch immer mehr Platz. Die hier vom Land Niedersachsen investierten Mittel in Höhe von rund 35 Millionen Euro werden gezielt in die Verbesserung der Versorgung der Patientinnen und Patienten gelenkt.“


Pflegedirektor Michael Kossel, Rolf Sauer, Geschäftsführer der Gesundheits- holding Lüneburg GmbH, Geschäftsführer Dr. Michael Moormann, Ober- bürgermeister Ulrich Mädge, Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann, Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Jörß, Prof. Linus Hofrichter, sander.hofrichter architekten GmbH, und Ärztlicher Direktor Dr. med. Jörg Cramer bei der Schlüsselübergabe

„Ein Klinikbau ist kein gewöhnliches Bauprojekt“, ergänzte Oberbürgermeister Ulrich Mädge, „hier geht es um Menschen jeden Alters, die medizinische Hilfe benötigen. Ihren vielfältigen Bedürfnissen ebenso gerecht zu werden, wie denen der Mitarbeiter, stellt besondere Herausforderungen an ein solches Gebäude.“ Der Erweiterungsbau sei ein sehenswertes Beispiel dafür, dass ein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft auch ohne Privatisierung leistungsfähig und erfolgreich sein könne.

Geschäftsführer Dr. Michael Moormann bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten, vor allem aber bei den Patienten und Mitarbeitern des Klinikums: „Sie sind die wahren Helden bei der Entstehung dieses Erweiterungsbaus. Was sie über drei Jahre lang aushalten mussten, lässt sich für Außenstehende nur erahnen. Und trotz aller Lärm-, Staub- und sonstigen Belastung haben sie nicht nur den laufenden Betrieb des Krankenhauses ermöglicht, sondern die Behandlungszahlen noch ausgeweitet. Ihnen allen gilt an diesem großartigen Tag mein ganz besonderer Dank.“

„Dieses Projekt ist noch nicht beendet, jetzt geht es darum, das Gebäude mit Leben zu füllen“, betonte Dr. med. Jörg Cramer, Ärztlicher Direktor des Klinikums, in seiner gemeinsamen Ansprache mit Pflegedirektor Michael Kossel. „Wir freuen uns auf die Zeit der Inbetriebnahme.“ Die schönen, großzügigen Räume und die moderne Ausstattung schafften eine angenehme Arbeitsatmosphäre, in der die Zusammenarbeit der Berufsgruppen noch besser gelingen werde. „Sicherheit, Geborgenheit und medizinische Hilfeleistung für alle Patienten können hier eine noch bessere Verbindung eingehen“, sagte Kossel.

Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA Linus Richter, Geschäftsführer der sander.hofrichter architekten GmbH, lobte die zukunftsfähige Ausrichtung des Baus, denn in einem erfolgreichen Krankenhaus würde immer weiter gebaut und erneuert. Seine abschließende Schlüsselübergabe symbolisierte die Übernahme des Gebäudes durch die Verantwortlichen des Klinikums.

Bei einer Führung konnten die Gäste einen Eindruck von den neuen Räumen und Angeboten gewinnen. Im hochmodernen Erweiterungsbau befinden sich auf insgesamt 16.000 Quadratmetern unter anderem eine zentrale Notaufnahme mit angeschlossener Aufnahmestation, eine interdisziplinäre Intensivstation nach neuestem Stand der Technik, eine sogenannte Intermediate Care (IMC)-Station und eine neue, gemeinsame Station der Klinik für Kardiologie und der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie mit 56 Betten.

Am Sonntag, 11. November 2018, kann der Erweiterungsbau beim „Tag der offenen Tür“ von 11 bis 17 Uhr von allen Interessierten besichtigt werden. Die technische Inbetriebnahme erfolgt ab Anfang Dezember 2018. Im Laufe des ersten Quartals 2019 werden die Patienten einziehen.

Im September 2013 hatte das Land Niedersachsen den Erweiterungsbau in das Krankenhaus-Investitionsprogramm aufgenommen. Nach der Grundsteinlegung am 21. März 2016 konnte am 9. Oktober 2017 das Richtfest gefeiert werden. Für die voraussichtlichen Gesamtkosten von 60 Millionen Euro wurden 38,5 Millionen Euro Förderung durch das Sozialministerium in Aussicht gestellt, 35,4 Millionen Euro davon wurden bereits zugeteilt.