14.06.2019

„Leben statt müssen“

Aufklärung über Behandlung und Therapie von Inkontinenz

Die diesjährige Welt-Kontinenz-Woche unter Schirmherrschaft der Deutschen Kontinenz Gesellschaft steht unter dem Motto „Leben statt müssen“. Das Klinikum Lüneburg beteiligt sich an der weltweiten Aktionswoche und lädt zu zwei Informationsveranstaltungen zum Thema Inkontinenz ein. Am Montag, 17. Juni 2019, 16.30 Uhr, informieren Frauenklinik und Klinik für Urologie gemeinsam über allgemeine Fragen zum Thema Harninkontinenz. Am Mittwoch, 19. Juni 2019, 16 Uhr, werden physiotherapeutische Möglichkeiten bei Harn- und Stuhlinkontinenz mit Übungsbeispielen in Kleingruppen vorgestellt. Beide Veranstaltungen finden im Hörsaal des Klinikums, Bögelstraße 1, statt.

In Deutschland leidet jeder Zehnte unter Inkontinenz, hat also Probleme mit unwillkürlichem Harn- oder Stuhlverlust. Obwohl diese Volkskrankheit bei Jungen und Alten, Männern und Frauen gleichermaßen auftreten kann, fällt es vielen Betroffenen schwer, sich ärztliche Hilfe zu suchen. Über die Hälfte der Erkrankten bleibt unbehandelt. Für viele kommt es zu massiven Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Sie trauen sich nicht mehr, an gesellschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen, bleiben lieber zu Hause und verlieren ihre sozialen Kontakte.

Dass das nicht so sein muss, ist die Kernbotschaft der Welt-Kontinenz-Woche. Das Motto „Leben statt müssen“ will Hoffnung machen. Es zeigt, wie wichtig Aufklärungsarbeit ist und wie vielversprechend die Möglichkeiten zu Therapie und Behandlung von Inkontinenz sind. In den meisten Fällen kann sie gelindert und oft sogar geheilt werden. Das Spektrum der Therapien ist vielseitig. Es reicht von Gewichtsreduktion über Physiotherapie und Medikamente bis hin zu operativen Eingriffen. Das Wissen über konkrete Heilungschancen ist der erste Schritt, um die Lebensqualität der Betroffenen wieder zu verbessern.

Die jeweils etwa einstündigen Veranstaltungen am Klinikum Lüneburg richten sich an betroffene Männer und Frauen sowie alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorträge besteht ausreichend Zeit für die Fragen der Zuhörer.