Bestrahlung anstelle einer Operation

Eine Reihe bösartiger Erkrankungen kann durch eine alleinige Strahlentherapie geheilt werden. Bei einigen dieser Tumoren ist die Bestrahlung die einzig angewandte Therapieform.

Für andere Tumoren wäre zwar die Operation die Therapie der ersten Wahl, jedoch ist eine chirurgische Behandlung nicht immer möglich und sinnvoll. Ein Grund dafür können Begleiterkrankungen sein, die einen großen Eingriff mit Narkose zu risikoreich erscheinen lassen. Ein zweiter Hinderungsgrund kann die Größe oder die Lage des Tumors sein, die es manchmal unmöglich machen, diesen chirurgisch zu entfernen, ohne lebenswichtige Strukturen zu verletzen. Manche Patienten können sich auch nicht zu einer Operation entschließen.

In solchen Situationen kann man unter Umständen auch mit einer alleinigen Strahlentherapie noch eine Heilung erzielen. Bei vielen Tumoren kann durch die Bestrahlung eine mit Organverlust verbundene Operation vermieden werden.

Beispiele:

Kehlkopfkrebs: Durch die operative Entfernung des Kehlkopfes ist die Stimme unwiederbringlich verloren. Mit einer Strahlentherapie ist in bestimmten Stadien eine Tumorheilung möglich, ohne dass die Stimmfunktion wesentlich beeinträchtigt wird.

Prostatakrebs: Die Radikaloperation ist meist mit einem Verlust der Potenz verbunden. Durch eine Strahlentherapie kann sie hingegen - ohne entscheidende Einbuße der Heilungschancen - oft erhalten werden, auch eine Inkontinenz tritt in der Regel nicht auf.

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