Brustkrebs

Noch vor 10 bis 15 Jahren wurden sämtliche Brustkrebspatientinnen einer Brustamputation unterzogen. Für die betroffene Frau stellt dies eine erhebliche Belastung ihres Lebensgefühls dar.

In den letzten Jahren konnte jedoch wissenschaftlich bewiesen werden, dass die Heilungsergebnisse der brusterhaltenden Therapie (d. h. nur Entfernung des Tumors und u. U. Operation der Achselhöhle) bei Tumoren, die eine bestimmte Größe nicht überschreiten, genauso gut sind wie die der „radikalen“ Operation. Voraussetzung für diese günstigen Heilungsergebnisse ist jedoch, dass die operierte Brust nachbestrahlt wird.

So ist bei brusterhaltender Operation immer eine Bestrahlung erforderlich, während nach einer Amputation nur in bestimmten Fällen bestrahlt wird.

In manchen Fällen - v. a. bei größeren Tumoren kann es sinnvoll sein, der Operation eine Chemotherapie vorzuschalten (im Fachjargon: neoadjuvante oder primär systemische Chemotherapie). Man erhofft sich dadurch eine Verkleinerung - im günstigsten Fall ein völliges Verschwinden - der Geschwulst, so dass diese dann brusterhaltend operiert werden kann.

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