Wie wird bestrahlt?

Bei der Bestrahlung von außen wird nicht nur die Tumorregion selbst, sondern auch das Lymphabflussgebiet miterfasst. Es muss deshalb das gesamte kleine Becken bestrahlt werden. Bei alleiniger Strahlentherapie (ohne Operation) kann eine Kombination aus einer Bestrahlung von außen und einer sogenannten Nachlade- oder Afterloadingtherapie (Bestrahlung der Scheide oder der Gebärmutterhöhle von innen) zur Anwendung kommen.

Beim Afterloading wird eine Metall- oder Kunststoffhülse in den Gebärmutterhals oder Gebärmutterkörper eingebracht. Nach Positionskontrolle im CT oder unter Durchleuchtung wird die gewünschte Verteilung der Strahlendosis bestimmt. Um diese zu erzielen, wird eine Strahlenquelle für einen entsprechend berechneten Zeitraum in die Hülse eingefahren. Diese Quelle strahlt nur über eine sehr kurze Entfernung, so dass eine hohe Dosis am Tumor - bei geringer Belastung der Nachbarorgane - möglich ist. Einlagen in das Gebärmutterinnere können schmerzhaft sein, deswegen werden entsprechende Medikamente bzw. eine Kurznarkose verabreicht. Wird nur die Scheide bestrahlt, so kommt ein Zylinder zur Anwendung, was völlig schmerzlos ist.

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