Ein Jahr Hebammenkreißsaal

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Zwei Hebammen mit einer Mutter und ihrem Baby: Wiedersehen im Kreißsaal

Lüneburg, 3. September 2026 – Friederike und ihre erst wenige Wochen alte Tochter Emilia kommen gern zurück ans Klinikum Lüneburg: Hier wurde Emilia im August im neuen Hebammenkreißsaal (HKS) geboren.Die gesamte Erfahrung hier im Kreißsaal war für mich durchweg positiv“, erzählt Friederike Bünte-Foppe. „Von Anfang bis Ende herrschte eine ruhige und entspannte Atmosphäre, in der ich mich jederzeit wohl, sicher und bestens aufgehoben gefühlt habe.“

Für Friederike ist es bereitsdas zweite Kind, der Schwangerschaftsverlauf war unauffällig – gute Voraussetzungen für eine Entbindung im Hebammenkreißsaal, der vor einem Jahr am Klinikum eröffnet wurde.Das erweiterte Angebot richtet sich an werdende Eltern, die bei der Geburt ausschließlich von Hebammen begleitet werden möchten. Sollten während der Geburt medizinische Maßnahmen erforderlich werden, steht das Ärzteteam der Frauenklinik unmittelbar zur Verfügung und begleitet die Geburt weiter mit.

Reibungsloser Ablauf

Das war bei Emilia nicht notwendig. „Es lief alles sehr schnell und unkompliziert, die Stimmung war sehr entspannt. Das ist auch für uns Hebammen immer sehr schön“, berichtet Franziska Pfeil, die die Geburt gemeinsam mit ihrer Kollegin Alice Baroncini und der Hebammen-Studentin Annika Schneider begleitet hat. Danach besuchten die Hebammen Mutter und Kind täglich zur Hebammen-Visite auf der Wochenbettstation. Diese ist neben der Abschlussuntersuchung ebenfalls Teil des Konzepts.

Der Hebammenkreißsaal ergänzt das bestehende Angebot des interdisziplinären Kreißsaals, in dem Ärzte und Hebammen die Geburt gemeinsam begleiten. „Uns ist wichtig, dass jede Patientin individuell nach ihren Wünschen und Erfordernissen behandelt wird und wir die gesamte Palette möglicher Entbindungsformen anbieten“, sagt Prof. Dr. Peter Dall, Chefarzt der Frauenklinik.

Erste Bilanz nach einem Jahr

Mehr als 80 Frauen haben das Angebot des Hebammenkreißsaals im ersten Jahr am Klinikum Lüneburg in Anspruch genommen. „Die Zahl der Anmeldungen war wesentlich höher“, so die Leitende Hebamme Antje Kuhrau. „Kommt es allerdings zu Komplikationen in der weiteren Schwangerschaft oder bei der Geburt, finden einige ursprünglich geplante HKS-Geburten im interdisziplinären Kreißsaal gemeinsam mit unseren ärztlichen Kolleginnen und Kollegen statt.“

In diesem Jahr liegt die Zahl der Geburten im Klinikum bislang bei 1285. Damit steuert die Lüneburger Geburtshilfe bis Jahresende wieder auf knapp 2000 Entbindungen zu.