Wirbelsäulenoperation

Instabile Wirbelbrüche werden zur Wiederherstellung der Statik, der Stabilität und nicht zuletzt zum Schutz der Nervenstrukturen des Rückenmarks operativ behandelt. Hierbei kommen überwiegend Schrauben und Stangenkonstruktionen aus Titan (sog. Fixateur intern) zum Einsatz. Diese werden über eine Operation vom Rücken her eingebracht. Seit 2009 kommen überwiegend minimal-invasive Techniken zum Einsatz. Hierbei muss nicht mehr die Rückenmuskulatur vom Knochen gelöst werden. Die Erholung und die Kräftigung verlaufen daher schneller.

In manchen Fällen ist wegen der Zerstörung der Wirbelkörper- und Bandscheibensubstanz eine zusätzliche Stabilisierung der Wirbelsäule notwendig. Es wird dann über einen kleinen Schnitt über dem linken unteren Brustkorb oder der Flanke ein Titankorb mit körpereigenem Knochen implantiert.

Wirbelbrüche durch oder bei Osteoporose stabilisieren wir seit 2003 in großer Zahl mit einem speziellen Knochenzement (Vertebroplastie). Vielfach wird dabei der Wirbel zuvor mit einem Ballonkatheter wieder aufgerichtet (Kyphoplastie). Der Erfolg ist eine Linderung der bruchbedingten Schmerzen und eine sofort mögliche Mobilisation. Bei sehr instabilen Brüchen wird zusätzlich ein Fixateur intern in minimal-invasiver Technik (s.o.) eingesetzt.

 

 

 

 

 

Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule werden in unserer Klinik von einem interdisziplinären Team behandelt. In der Wirbelsäulensprechstunde untersuchen und beraten Sie ein Orthopäde und ein Neurologe. Sie empfehlen gemeinsam mit einer Neuroradiologin die geeignete Methode zur Beseitigung oder Verminderung der Schmerzen. Neben konservativer Behandlung mit Krankengymnastik, Anleitung zur Bewegung und Schmerzmitteln stellt die sog. PRT (Periradikuläre Therapie) zur Verfügung. Hierbei wird die schmerzhafte Region gezielt unter CT-Kontrolle mit einem Schmerzmittel und einem entzündungshemmenden Medikament infiltriert.

In geeigneten Fällen kann eine Operation zur Beseitigung eines Bandscheibenvorfalls oder einer Bedrängung der Nervenwurzel erforderlich werden. Diese werden meist minimal-invasiv unter einem OP-Mikroskop durchgeführt. Im Fall einer Instabilität kann der Ersatz einer Bandscheibe oder die Versteifung eines Bewegungssegmentes mit einem Fixateur intern erforderlich werden.