Chest Pain Unit (CPU)

Der englische Begriff „Chest Pain Unit (CPU)“ heißt wörtlich übersetzt „Brustschmerz-Einheit“. Damit werden Spezialstationen bezeichnet, in denen Patienten mit akuten Brustschmerzen unklarer Ursache untersucht und behandelt werden.

Durch standardisierte diagnostische Abläufe wird ohne Zeitverlust mit fachärztlicher Kontrolle überprüft, ob die Brustschmerzen durch eine akute Herzerkrankung verursacht werden. Ziel ist es, allen Patienten nach Diagnosestellung umgehend eine adäquate Behandlung - auch mittels Herzkatheter - zukommen zu lassen. Durch die schnelle Therapie kann in vielen Fällen Menschenleben gerettet werden.

Es hat sich gezeigt, dass Patienten in einer CPU mit kardiologisch geschultem Fachpersonal schneller diagnostiziert und behandelt werden können, als in der allgemeinen Notaufnahme eines Krankenhauses.

Da es in der Vergangenheit keine Qualitätsstandards für diese Spezialstationen gab, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) als zuständige Fachgesellschaft Kriterien zum Betreiben von CPUs erstellt.

Bewertungskriterien sind unter anderem, dass ein Herzkatheterlabor rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit sein muss. Zu dessen Betrieb müssen vier interventionell erfahrene Kardiologen zur Verfügung stehen. Alle Voraussetzungen für den Betrieb einer CPU hat die Klinik für Kardiologie im Klinikum Lüneburg erfüllt:
Seit Mai 2011 tragen wir das Gütesiegel „Chest Pain Unit - DGK zertifiziert“ und gehören damit zu den bisher knapp 140 zertifizierten CPUs in Deutschland.