1. Oktober 1900
Das Städtische Krankenhaus Lüneburg wird an seinem jetzigen Standort in Betrieb genommen. Die Investitionskosten betrugen damals 603.500 RM. In zwei Bereichen (Chirurgie und Innerer Medizin) etwa 60 Patienten stationär behandelt werden. Einem Chefarzt und zwei Assistenzärzten oblag die Versorgung der Patientinnen und Patienten.
1907 und 1934/35
Erweiterung des Krankenhauses mit neuen Bettenhäusern
1972
Bau und Einweihung der Kinderklinik an ihrem heutigen Standort als Ersatz für das Kinderhospital Barckhausenstraße.
1. Mai 1975
Die Radiologie wird eigenständige Abteilung und Klinik des Städtischen Krankenhauses Lüneburg
1. August 1975
Inbetriebnahme des modernen Behandlungstraktes im Hauptgebäude des Klinikums (Gebäudeteil A). Der terrassenförmig angeordnete Bau vereint in neun Geschossen alle medizinischen und technischen Zentraleinrichtungen, den Eingangsbereich für die Patienten und Besucher sowie eine überdachte Zufahrt für Krankentransporte.
1979
Aufstellung des ersten Computertomographen (CT)
Frühjahr 1990
Inbetriebnahme von Bettenhaus 2
1991
Inbetriebnahme des ersten Magnetresonanztomographen (MRT)
Sommer 1992
Sanierung von Bettenhaus 1 und Einrichtung moderner Intensivstationen
1996
Inbetriebnahme der neuen Strahlentherapieanlage; Auslagerung der Chirurgischen Ambulanz aus dem Zentral-OP
Herbst 1997
Inbetriebnahme von Bettenhaus 3 als Neubau
1999
Die Klinik für Radiologie wird geteilt in die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin
2002
Integration der Klinik für Neurologie, die zuvor im Niedersächsischen Landeskrankenhaus (heute Psychiatrische Klinik Lüneburg) untergebracht war
2003
Inbetriebnahme des renovierten und modernisierten zentralen Operationstrakts, Neubau eines Funktionstrakts mit Ambulantem Operationszentrum, Schockraum, Computertomographie und Magnetresonanztomographie sowie einem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach
2004
Reorganisation der Allgemeinen Chirurgie, Teilung in die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie sowie die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie
2005
Teilung der Inneren Medizin in die Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie sowie die Klinik für Kardiologie; Etablierung eines Zentrums für Neu- und Frühgeborene (Perinatalzentrum Level 1); Eröffnung des neu gebauten Wirtschaftsgebäudes, das optimierte Räume für Apotheke, Küche mit Mitarbeiterrestaurant, Lager und Technik bietet; Einweihung „Raum der Stille“ im Untergeschoss des Hauptgebäudes; Gründung der Städtisches Klinikum Lüneburg gemeinnützige GmbH als Trägergesellschaft für das bis zu diesem Zeitpunkt unter städtischer Verwaltung stehende Klinikum Lüneburg
2007
Umbau und Renovierungen im Kreißsaal, Einrichtung eines Kreißsaal-OPs und der Gynäkologischen Ambulanz; Eröffnung des Endoskopiezentrums; Einrichtung der Urologischen Ambulanz; Erweiterung des IT-Sicherheitskonzepts (IT-Sicherheitszelle); Gründung der Gesundheitsholding Lüneburg GmbH, das Klinikum Lüneburg ist eine von zunächst fünf, inzwischen neun Gesellschaften unter dem Dach der Gesundheitsholding, die als größter Arbeitgeber und Ausbilder der Region optimale Gesundheitsbetreuung und -versorgung für alle Lebensphasen bietet
2009
Inbetriebnahme Herzkathetermessplatz und elektrophysiologisches Labor
2010
Einweihung des neu konzipierten, zentral gelegenen gemeinsamen Endoskopiezentrums der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie sowie der Klinik für Urologie
2012
Erweiterung des Behandlungsspektrums der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie um den Bereich minimal-invasive Lungenchirurgie
2013
Erweiterung des Behandlungsspektrums der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie um den Bereich Adipositaschirurgie; Einweihung der Palliativstation mit acht Einzelzimmern
2014
Eröffnung der Klinik für Geriatrie mit eigener Station zur geriatrischen Frührehabilitation; erfolgreiche Zertifizierung des EndoProthetikZentrums Lüneburg; Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), davor Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universität Göttingen. Klinikum Lüneburg wird Partnerklinik des niedersachsenweiten Netzwerks ProBeweis. Land Niedersachsen bewilligt Förderung für einen Erweiterungsbau, der im Jahr 2018 bezugsfertig sein wird. Dort wird es unter anderem eine zentrale Notaufnahme mit angeschlossener Aufnahmestation, eine interdisziplinäre Intensivstation und eine Intermediate Care (IMC)-Station geben. Inbetriebnahme der neuen IT-Serverzelle: Der nach neuesten Sicherheitsstandards erstellte IT-Sicherheitsraum bietet auf 33 m2 Fläche ausreichend Platz für Speichersysteme, Server, Netzwerkverteiler und das Langzeitarchiv
2015
Aufstockung der Planbetten von 472 auf 489. Ausbau der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie. Anschaffung eines Spezialcomputertomographen (sog. Wide-Bore-CT), mit dem Patienten bis 295 kg Körpergewicht untersucht werden können. Austausch des zweiten Linearbeschleunigers in ein Gerät modernster Bauart. Damit waren beide Linearbeschleuniger baugleich und ein Tandembetrieb (Wechsel der Patienten von einem Gerät an das andere) wurde möglich, was eine sehr hohe Versorgungssicherheit bedeutet. Vorbereitende Maßnahmen für den Erweiterungsbau: Freimachen des Baufeldes (u. a. zahlreiche interne Umzüge und logistische Neuorganisationen, Abriss im Baufeld stehender Gebäude, Neustrukturierung des Wirtschaftshofs), Aushub- und Gründungsarbeiten usw.
2016
Aufstockung der Planbetten von 489 auf 510; Neuorganisation der Abteilung Krankenhaushygiene unter Führung eines Leitenden Oberarztes, zeitgleich Gründung Antibiotic-Stewardship-Team unter gleicher Leitung; ab Februar 2016 Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland; Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des Klinikums im März 2016; Einführung eines Energiemanagementsystems.
2017
Umstrukturierung der Pflegedirektion zur besseren und engeren Begleitung der Leitungskräfte des Pflege- und Funktionsdienstes mit rund 650 Kolleginnen und Kollegen; Einführung „NosoEx“ zur weiteren Verbesserung des Händedesinfektionsverhaltens im Rahmen der Krankenhaushygiene; FaMi-Siegel-Auszeichnung für familienfreundliche Unternehmen in Nordostniedersachsen; Richtfest für den Erweiterungsbau im Oktober
2018
Erfolgreiche Zertifizierung des Zentrums für Interstitielle Zystitis und Beckenschmerz; erfolgreiche Zertifizierung des Adipositaszentrums Lüneburg; feierliche Einweihung des Erweiterungsbaus mit Schlüsselübergabe durch die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann im November 2018; anschließend Tag der offenen Tür mit Führungen durch den Erweiterungsbau, Vorstellung der Kliniken, Fachbereiche und ausgewählter Kooperationspartner des Klinikums, Ausbildungsangebote und vieles mehr in der neuen Eingangshalle; Start der Pflegekampagne „Ich bin ein Siegertyp“ zur Gewinnung neuer Pflegekräfte; Auszeichnung als „Top Regionales Krankenhaus“ durch FOCUS; Auszeichnung als „Wertvoller Arbeitgeber für das Gemeinwohl im Landkreis Lüneburg“ durch WirtschaftsWoche
2019
Beginn des Jahres mit der Erweiterung und Umbenennung des bisherigen Instituts für Radiologie zum „Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie“ unter Leitung des neuen Chefarztes Prof. Dr. med. Thomas Rodt; Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus im März 2019; Eröffnung der Memory-Station der Klinik für Geriatrie im August 2019; Umzug der KVN-Notfallpraxis ins Klinikum im Oktober 2019; erfolgreiche Verlängerung des FaMi-Siegels als ausgezeichnetes familienfreundliches Unternehmen in Nordostniedersachsen.
2020
Inbetriebnahme des neuen Katheterlabors im November 2020. Hier stehen drei neue Katheterarbeitsplätze für modernste Therapieverfahren in der Kardiologie und der Interventionellen Radiologie zur Verfügung: Ein Herzkathetermessplatz zur Therapie der Koronaren Herzkrankheit und von Herzinfarkten, ein Katheterarbeitsplatz für die elektrophysiologische Untersuchung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen (EPU) sowie ein Angiographiesystem zur „Zwei-Ebenen-Digitalen-Subtraktionsangiographie (DSA)“ für Untersuchungen und Behandlungen im Bereich der Interventionellen Radiologie. Start der europaweiten Magnet4Europe-Studie, an der das Klinikum als eines von 21 Krankenhäusern in Deutschland teilnimmt.
2021
Inbetriebnahme der neuen geburtshilflichen Ambulanz mit fünf neuen, digital hochmodern ausgestatteten Zimmern, in unmittelbarer Nähe aber außerhalb des Kreißsaals; Inbetriebnahme des neuen Sonographiezentrums mit Ultraschallgeräten der neusten Generation in drei einzelnen Untersuchungsräumen, die auch der Weiterbildung junger Ärzte zugutekommen; Förderzusage aus Mitteln des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) für die Digitalisierung in Höhe von 4,64 Millionen Euro; in der Studie „Deutschlands beste Krankenhäuser“ belegt das Klinikum in der Kategorie „Kliniken mit 500 bis 800 Betten“ in Niedersachsen den ersten und bundesweit den 23. Platz.
2022
Förderzusage des Landes Niedersachsen mit insgesamt 57 Millionen Euro für den Neubau eines Eltern-Kind-Zentrums. Geplant sind unter anderem ein neuer Kreißsaal mit sieben Geburtssälen, eine neue geburtshilfliche Station sowie neue Stationen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, eine neue kinder- und jugendmedizinische Notfallambulanz sowie eine neue Kinder-Intensivstation - alles zusammengeführt unter einem Dach. In der Studie „Deutschlands beste Krankenhäuser“ wird das Klinikum erneut ausgezeichnet und belegt in der Kategorie „Kliniken mit 500 bis unter 800 Betten“ den dritten Platz in Niedersachsen, bundesweit unverändert Platz 23. Im Internet-Portal „pj-ranking.de“ bewerten Medizinstudierende das Klinikum als beste Ausbildungsklinik für das Praktische Jahr (PJ) in Niedersachsen, bundesweit liegt das Klinikum auf Platz 10.
2023
Entwicklung und standardisierte Einführung der interaktiven Informationsveranstaltungen „Zukunft Klinikum“ und „Schichtwechsel - Von der Schule auf Station“ für Schülerinnen und Schüler; Förderung aus dem „DigitalPakt Schule“ des Bundes und der Länder in Höhe von 64.250 Euro für die Berufsfachschule für Pflegeberufe des Klinikums; Inbetriebnahme der vollständig umgebauten und modernisierten Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP); Einführung der automatisierten Narkosedokumentation, die die bisher handschriftlich geführten Protokolle ersetzt; Start der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) für neuromuskuläre Erkrankungen; Anschaffung und Inbetriebnahme des roboterassistierten Operationssystems DaVinci; Fortsetzung der vorbereitenden Arbeiten für den Neubau des geplanten Eltern-Kind-Zentrums.