Risiken und Nebenwirkungen

Man unterscheidet akute Nebenwirkungen, die während oder unmittelbar nach der Bestrahlung auftreten, von chronischen Nebenwirkungen oder Spätreaktionen. Letztere können mitunter Monate bis Jahre nach einer Bestrahlung beobachtet werden.

An akuten Nebenwirkungen treten häufig Symptome auf, die einer Darmgrippe ähnlich sind, also Durchfälle und Übelkeit, sowie verstärkter Stuhldrang, gelegentlich auch verbunden mit Bauchschmerzen. Da ein Teil der Blase im Bestrahlungsfeld liegt, kann es zu Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen kommen. In der Regel sind diese Nebenwirkungen problemlos medikamentös zu behandeln. Hautreaktionen können besonders im Dammbereich auftreten. Wichtig ist dann, frühzeitig eine konsequente Lokalpflege (z. B. eine regelmäßige Scheidenpflege oder Sitzbäder) zu beginnen, die wir mit Ihnen besprechen.

Spätreaktionen können entzündliche Veränderungen des Darmes sein, die zu Durchfall, vermehrtem Stuhldrang oder Blähungen führen. Selten entstehen Verengungen bzw. Verklebungen von Darmschlingen oder Geschwüre, die gelegentlich eine Operation notwendig machen können. Wenn bei Frauen im geschlechtsreifen Alter (bei Gebärmutterhalskrebs) die Eierstöcke nicht entfernt wurden, fällt deren Funktion durch die Bestrahlung aus. Ein Ersatz der dann nicht mehr produzierten Geschlechtshormone durch spezielle „Pillen“-Präparate kann bei Gebärmutterhalstumoren sinnvoll sein, um ein vorzeitiges Eintreten der Wechseljahre zu vermeiden.

zurück...                                                                                            weiter...